
Überflüssig - Der erste Teil des Buches beschreibt die verschiedenen Genres, nicht nur der Belletristik, aber auch Drehbücher und Journalismus werden kurz abgehandelt. Es folgt ein Teil über die Gestaltung des Manuskripts, Anschreiben an Verlage, etc., zusätzlich gibt es Erfahrungsberichte von Autoren, die es geschafft haben, einen Mustervertrag, rechtliche Hinweise, usw.Die Grundaussage des Buches ist schnell zusammengefasst: Versuchs weiter.Es ist zwar nicht uninteressant, etwas über den Büchermarkt zu lesen, der nur von einem bestimmt wird: Erfolg in Form von Geld. Auch sind die Erfahrungsberichte nicht schlecht, ebenso sind die Checklisten ganz nützlich, wenn man ernsthaft vor hat, sein Manuskript irgendwo einzureichen. Für besonders Unbedarfte dürfte auch das Kapitel über Zuschussverlage hilfreich sein.Auf der anderen Seiten sind die Erfahrungsberichte 1. fast alle nicht von Herrn Plinke und 2. wenig hilfreich, wenn man immer nur liest, wie schwer es andere hatten. Auf der anderen Seite gäbe es die Checklisten in der kurzen Form bestimmt auch kostenlos im Netz zu finden. Ebenso die seitenlangen Listen von Verlagen und Schriftstellerverbänden.Auf jeden Fall ist das Urteil der Stiftung Lesen (auf dem Rücken des Buches zu finden) absoluter Nonsens: Das Handbuch macht Erst-Autoren Mut.Eher das Gegenteil ist der Fall, denn auch wenn die Erfahrungen von Autoren stammen, die es letztlich doch noch geschafft haben, liest man immer wieder erneut von Dutzenden von Absagen, teilweise nur als Formbriefe. Nimmt man dann noch die Aussagen dazu, wieviel am Buch noch geändert werden mußte, bis der Verlag zustimmte und daß Titel und Cover meist vorgeschrieben werden, braucht man schon einen Riesenhaufen Naivität und Optimismus, um das noch als Mut machen zu verstehen.Von meiner Seite also keine Empfehlung, ich bin mir sicher, daß ich die Info, die ich brauchen konnte, umsonst im Netz gefunden hätte.Und noch ein persönlicher Hinweis an Herrn Plinke: Wenn man schon Fremd-texteohne Ende in sein Buch über-nimmt, sollte man diese wenigstens ordent-lich setzenlassen, denn Ab-sätze, die wie dieser von un-nötigen Trennstrichen mit-ten in denZeilen nur so strotzen sind ein-fach lächerlich un-professionell, gerade von jeman-dem,der einem er-zählen will, wie man Bücher an den Mann bringt.Wenn dann Trennstriche noch an Stellen stehen, wo sie niemals hätten stehen dürfen, wirds richtig peinlich. So kommt im Buch zweimal ein Konstrukt wie zurük-kgestellt vor. Es ist zwar richtig, daß man ck als k-k trennt, wenn man es trennen muß, aber zurückgestellt trennt man immer noch NACH dem ck und nicht mittendrin ...
Eine ideale Einsteigerhilfe - Ich habe dieses Buch im vorigen Jahr erworben und ganz gerne gelesen. Enthält es doch jede Menge Tipps für Schreiberlinge, die an der Veröffentlichung ihrer Werke interessiert sind und sich im Dschungel der Agenturen und Verlage noch nicht zurechtfinden. Es ist übersichtlich gegliedert und beschreibt anschaulich, woraus es ankommt.Unter anderem: Wie wende ich mich an einen Verlag, was sollte ein Exposé enthalten, wie spreche ich Verlage richtig an, etc. Darüber hinaus werden Checklisten angeboten, die für die Manuskriptgestaltung bei Verlagsvorlage recht hilfreich sein können. Ebenso gibt es zu lesen: Wissenswertes über den Buchmarkt, den richtigen Umgang mit Literaturagenturen, und Infos zum Verlagswesen, ganz allgemein. Weiters: Wie verhalte ich mich bei Verlagsabsagen, ebenso einiges über das Urheberrecht und die Honorargestaltung. Es werden Zuschussverlage und der Umgang mit ihnen definiert, außerdem enthält der Band Hinweise für die richtige Handhabung der Sozialversicherung, der Steuern und sonstigen Finanzgebarung. Ein rundum guter Ratgeber für alle, die noch am Anfang stehen und wenig oder keine Ahnung vom Publizieren haben. Fast hätte ich es vergessen: Natürlich beinhaltet das Buch auch Adressenlisten von Verlagshäusern und Literaturagenturen.
Wichtige und verständlich geschriebene Informationen - Das Handbuch für Erstautoren wird seinem Titel absolut gerecht. Optisch schön und passend gestaltet, schreibt M. Plinke auf über 300 Seiten über den Einstieg als Autor. Es werden dabei viele, wichtige Themen besprochen, wodurch angehende Autoren viel über den Ablauf vom Anbieten eines Manuskriptes und der Auswahl des richtigen Verlages lernen.Besonders toll fand ich die Checklisten und den Musterbrief an Verlage. Bei beidem handelt es sich um konkrete Hilfen und nicht nur um allgemeines Herumreden. Zusätzlich dazu gibt es kurze Crash-Kurse (Beispiel: Urheberrecht für Autoren), die den Leser auf die Schnelle einen ersten Einblick und erstes Verständnis für das jeweilige Thema vermitteln.Das Handbuch für Erstautoren ist eine wirkliche Empfehlung für alle, die sich über das Schreiben informieren bzw. beruflich Autor werden wollen.
Zu schlicht - Alles ein bisschen schlicht. Wer nicht mal selber einen vernünftigen Brief an einen Verlag zustande bekommt, sollte von vornherein die Finger vom Schreiben lassen. Dazu braucht man ja wohl keine Anleitungen. Der Autor, der offenbar alle möglichen Bücher verfasst, hat nicht viel Ahnung von den wirklichen Interessen und Bedüfnissen von ErstautorInnen bzw. AutorInnen, die auf gutem Niveau ernsthaft schreiben wollen. Wenn man schon einen Ratgeber braucht - und es ist für Anfänger sicherlich sinnvoll, sich zu informieren - gibt es dafür erheblich bessere Bücher. Lediglich einige Adressen könnten hilfreich sein, soweit sie noch aktuell sind.
Alles Wichtige für DebütantINNen auf einen Blick - Alles, was DebütantINNen schon immer nicht hören wollten...Wie rauh ihnen die Luft um die Ohren weht, wie karg der Lohn ist, wie trickreich sie vorgehen müssen, den Markt mit dem Ergebnis ihrer nächtelangen manischen Kaffeeorgien zu beglücken...und niemand hat auf sie gewartet und nimmt sie tröstend in die Arme. Aber es wird auch gesagt, wer ihnen helfen kann (Literaturagenten, Literaturpreise und -stipendien, für die mensch sich selbst bewerben kann). Und wer ihnen wahrscheinlich nicht hilft (Pseudeoverlage). Und wie sie sich selbst helfen können (Selbstverlag, Publishing on Demand, das Kapitel ist allerdings sehr kurz geraten).Allgemein wird jedes relevante Thema rund um die Erstveröffentlichung angeschnitten, aber natürlich reicht es beileibe nicht aus...zusammen mit Internetrecherchen kann der/die flinke ErstautorIn sich aber schonmal einen Überblick über das Was, Wie und Wer verschaffen und sich klarmachen, daß ein AutorINNenleben irgendwie immer noch dem Spitzweg-Klischee vom armen verkanten Poeten entspricht...irgendwie eben.Da das Buch etwas eintönig ist (trotz der netten Anekdötchen), hab ich ihm dreieinhalb Sterne verpaßt, die ich in dubio pro reo auf vier aufgerundet hab ...Und jetzt mal sehen, wann und wie die Menschheit demnächst mit MEINEN kreativen Kaffeeflecken beglückt wird...