
Kompakter Schreibkurs! - Wer möchte nicht wunderbare Geschichten schreiben? Wer möchte nicht mit seinen Texten Leser und Kritiker gleichermaßen begeistern? Wer möchte nicht einfach großartige Romane oder Kurzgeschichten schreiben? Leider gibt es in Deutschland kaum angemessene und vor allem preisgünstige Möglichkeiten, das Handwerk des Schreibens zu erlernen. Und dass das literarische Schreiben von Romanen und Kurzgeschichten ein Handwerk ist, das beweisen die Beiträge in diesem Werk nur allzu deutlich. Das vorliegende Werk ist ein Gemeinschaftsprodukt von Schreiblehrern des New Yorker -Gotham Writers Workshop-, einer Einrichtung, die sich der Vermittlung von Schreibkompetenzen verschrieben hat. Alle beteiligten Autoren, wie zum Beispiel: Alexander Steele, Valerie Vogrin oder Peter Selgin, um nur einige zu nennen, sind selbst schriftstellerisch tätig und verfügen über umfangreiche Erfahrungen und Kenntnisse im Schreiben und in der Vermittlung von Schreibkompetenzen, die man den unterschiedlichen Beiträgen deutlich anmerkt. Vor allem wird bei der Lektüre der einzelnen Kapitel klar, dass hier das Schreiben als ein Handwerk verstanden wird, das von jeder Person, die das Handwerk des Schreibens erlernen möchte, auch erlernt werden kann!Das Buch ist in insgesamt zehn Kapitel gegliedert. Dabei geht der Dekan des Gotham Writers Workshop, Alexander Steele, in seinem einführenden Beitrag auf die Frage ein, warum so viele Menschen den Wunsch verspüren zu schreiben. In diesem Zusammenhang werden grundlegende Gedanken über belletristische Werke vermittelt und ein kurzes Resümee gezogen, auf die oben aufgeworfenen Fragen. In den folgenden neun Kapiteln werden grundlegende Themen des literarischen Schreibens angesprochen, das heißt also von der Figur über Plot, Perspektive, Beschreibung, Dialog, Ort und Zeit bis hin zur angemessen literarischen Stimme, Thema und Überarbeitung. Am Ende des Buches befindet sich eine kurze und prägnante Checkliste, welche die wesentlichen Punkte der einzelnen Beiträge knapp zusammenfasst. Die einzelnen Kapitel sind informativ und sehr verständlich geschrieben. Hinzu kommt, dass man nicht nur mit theoretischen Ausführungen abgespeist wird, sondern vielmehr selbst dazu ermuntert wird zu schreiben. Möglichkeit dazu bieten die vielen Übungen in den einzelnen Kapiteln an, die einem die Chance bieten, das gerade Gelernte praktisch anzuwenden. Besonders positiv fällt in diesem Zusammenhang auf, dass die theoretischen Erläuterungen durch konkrete Beispiele verdeutlicht werden. Dabei wird auf die Kurzgeschichte: »Kathedrale« von Raymond Carver eingegangen. Negativ fällt auf, dass weiterführende Literaturangaben fehlen. Insgesamt lässt sich jedoch festhalten, dass dieses kleine Werk ein guten Einstieg in das Handwerk des literarischen Schreibens bietet. Es ist ein gutes Lern- und Arbeitsbuch und scheint für Schreibseminare ideal geeignet zu sein. Aber auch für Selbstlerner bietet sich dieses Buch geradezu an, weil es durch eine angemessene Sprache überzeugt und dadurch sehr verständlich ist. Und von den vielfältigen Tipps und Hinweisen kann jeder Schreibende durchaus profitieren.
Das beste creative-writing Buch für Einsteiger und Fortgeschrittene - Alexander Steele versammelt in Romane und Kurzgeschichten schreiben insgesamt 10 Aufsätze von verschiedenen Autoren zu verschiedenen Themen. Zu den Figuren, zum Dialog, zur Perspektive, zum Überarbeiten etc. Der Aufbau ähnelt dem anderer creative-writing Bücher (z.B. Gesing Kreativ Schreiben oder Frey Wie man einen verdammt guten Roman schreibt). Allerdings steht nach eingehender Auseinandersetzung mit diesen Büchern (für meine Abschlussarbeit) fest: Dieses Buch hier schlägt die Konkurrenz deutlich. Die Gründe dafür sind vielfältig:- Die Kapitel enthalten echte Übungsaufgabe, die einen klaren didaktischen Bezug haben. Man WEIß, warum man diese Übung machen soll (anders als bei Gesing oder allgemein den beliebten Checklisten). Und man macht sie mit Gewinn.- Während Frey Begriffe sehr unwissenschaftlich nutzt (seine Auffassung von Perspeketive ist sogar strikt falsch!), handelt es sich bei Steele zwar auch nicht um Fachausdrücke, aber das Konzept dahinter ist mit der wissenschaftlichen Erzähltheorie vereinbar. Man könnte sagen: Steele macht die komplexe, theoretische Erzähltheorie praktisch umsetzbar. Besonders das Kapitel über Perspektive vermittelt nachvollziehbare und anwendbare Vorstellungen davon, was für Perspektiven es gibt und wie man sie wann am besten einsetzt.- Die Beiträge in Steeles Buch benutzen an keiner Stelle blumige, leere Formeln wie schreiben sie farbig und geistreich (Frey). Man weiß immer, was gemeint ist und auch, wie man überprüfen kann, ob man selbst entsprechend geschrieben hat.- Statt sich an endlos langen Checklisten abzuarbeiten (die gibt es aber auch), haben die Kapitel bestimmte abstrakte Konzepte, die viele Punkte der Checklisten automatisch mit einbeziehen. Statt also z.B. tausende Fragen an eine Figur zu stellen, solle man sich die zentrale, beherrschende Sehnsucht einer Figur vor Augen führen. Tut man das, stolpert man beinahe automatisch über die Motivation, einen Teil des Profils, einer Idee für die Handlung etc. Die zentrale dramatische Frage macht das gleiche für die Geschichte im Ganzen.Anders als Frey, bei dem an diese Konzepte auch, aber weniger gut umsetzbar, findet, wird in Steeles Buch das Konzept der Prämisse nicht behandelt. Das ist allerdings kein Nachteil, weil sie durch die beiden vorhergehenden Konzepte (Sehnsucht und dramtische Frage) sowieso überflüssig ist.- Die Beiträge im Buch sparen sich Meinungen. Frey und Gesing hetzen förmlich gegen alles, was von ihrer Vorstellung eines guten Buches abweicht.- Das Buch ist weit offener angelegt als die Konkurrenz. Man wird angeleitet, literarische Fiktion und Gute Geschichten zu schreiben. Deshalb sind die Regeln, Tipps und Übungen viel weniger vorschrift-artig als bei Frey und Gesing. Man lernt bei der Arbeit mit dem Buch, wie man bestimmte Prinzipien einer Geschichte (wie wird ein Dialog lebendig, welche Wirkung haben Perspektiven etc) umsetzen kann, anstatt nur zu lesen, welche es gibt.- Die Sprache ist gut gewählt. Sie hat keinen erzählenden Ton wie bei Frey, ist aber nicht so pseudo-wissenschaftlich wie Gesing. Man merkt: Bei Steeles Buch handelt es sich um ein Arbeitsbuch. Nicht um eine Gute-Nacht-Sach-Lektüre (Frey) oder eine theoretische Abhandlung (Gesing).Kurz: Das Buch ist hervorragend. Und zwar wörtlich zu verstehen: Es ragt heraus aus dem Haufen der creative-writing-Bücher, als strahlendes Beispiel, wie man es richtig macht.
Top Titel - Extrem gutes Buch mit Auszügen anderer Literatur , liest sich sehr gut und lässt sich schnell in gute Ergebnisse verwandeln.Im Anhang gibts den kompletten Abdruck der Kurzgeschichte Kathedrale die in den vorangehenden Kapiteln analysiert wird! Selten so ein gutes Buch gehabt!!!
TOP! - Ein wirklich tolles Buch mit vielen Schreibübungen, ich war so begeistert und konnte es garnicht mehr aus der hand legen. Mein absoluter Favorite auf diesem Gebiet!
echt kreativ - Nachdem ich die beiden Bücher von Frey gelesen hatte, dachte ich, ich hätte schon das ultimative Werk für Hobby-Autoren, die mehr wollen, gefunden. Doch dann fiel mir - mehr durch Zufall, als das ich danach gesucht hätte - in der Bibliothek das Buch von Alexander Steele in die Hände:Creative writing - Romane und Kurzgeschichten schreibenIn diesem Buch haben wir aber nicht nur einen Autor. Jedes Kapitel - und damit auch jedes Thema - hat sich ein anderer Dozent des Gotham Writer Workshop aus New York vorgenommen, um ihm seine eigene Note zu geben. Mit viel Spaß an der Sache schreiben sie sehr verständlich überLiteratur - Was, Wie und Warum?, Figuren - Charaktere, Plot, Perspektive, Beschreibung, Dialog, Ort und Zeit, Stimme, Thema, ÜberarbeitungMit vielen praktischen Beispielen aus der Literatur veranschaulichen die Autoren, wie ihre Tips anzuwenden sind und von was angehende Autoren besser die Finger lassen sollten.Kein Lese- sondern ein Arbeitsbuch. Immer wieder sind Übungen in den Text eingestreut, um die eigenen schreiberischen Leistungen zu verbessern.Den Abschluss bildet die Kurzgeschichte Kathedrale von Raymond Carver, die auch im Buch oft als Beispiel herhalten muss.