
Das Buch ist einfach Geschmackssache! - Eine Rezension ist nicht einfach - ich hatte wohl einfach zu große Erwartungen an das Buch. Sicherlich, es war nicht umsonst, denn ein paar hilfreiche Ratschläge habe ich bekommen. Trotzdem kann ich nicht behaupten, dass mich das Buch vom Hocker gerissen hat, oder dass ich schnell durch war. Im Gegenteil: Ich habe es ihm wieder zur Seite gelegt. Und irgendwann bemerkte ich auch, dass ich es schon fast als Pflichtlektüre sah. Es ist sehr trocken geschrieben, und sowas liegt mir sowieso nicht.Fazit: Es ist sicherlich kein Fehler, dieses Buch zu haben. Aber ich denke, davon hängt keineswegs die Karriere eines künftigen Autors ab. Ich würde es nicht mehr kaufen - ich denke da gibt es bessere Ratgeber, die auch etwas humorvoller geschrieben sind. Ich kann weder zu- noch abraten. Eines aber ist Fakt: Es ist zu teuer für so ein dünnes Werk. Aber das scheint bei Fachliteratur wohl normal zu sein.
Eine Anleitung zum Künstler werden für Erika Mustermann. - Das von endlosem, nichtssagendem Geschwafel triefende Buch stammt von Anno Pips und ist eher was für die Sinn- und Beschäftigungssuche von Leuten, denen die Tage zu lang werden. Talent ist nicht erlernbar, auch wenn das Buch irgendwie das Gegenteil behauptet. Was man lernen kann, ist Handwerk, aber davon steht hier nicht viel. Eines hat das Buch aber doch: es leistet Beistand bei Schreibblockade, aber das kann man auch alternativ mit einer Flasche Rotwein in der selben Preisklasse erledigen. Naja. Mich hat s genervt.
Ein Mutmach-Buch für werdende Schriftsteller! - Dieses Werk erschien zum ersten Mal vor über 70 Jahren im Jahre 1934 - und es wurde zurecht zu einem Klassiker. Anders als viele Ratgeber zum Thema Schriftstellerei, die mit destruktiven Glaubenssätzen aufwarten wie Vom Schreiben zu leben ist wahnsinnig schwer, und das klappt eigentlich nur, wenn man Beziehungen hat, setzt Dorothea Brande zunächst einmal voraus, dass all ihre Leser das Zeug zum Schreiben haben - und das ein natürlicher Selektionsprozess allein dadurch entsteht, dass es manchen Schreibenden einfach an Disziplin und Durchhaltevermögen mangelt. Dieses Wohlwollen ist zunächst einmal schon sehr beruhigend und Mut machend. Darüber hinaus finden sich in diesem dünnen, sehr angenehm und zeitlos geschriebenenen Bändchen zahlreiche Tipps, wie der/die Schreibende sich schreibend weiter entwickelt. Dabei ist es der Autorin wichtig zu betonen, dass Bewusstes und Unbewusstes Hand in Hand arbeiten, und dass das Unbewusstes auch seinen Raum benötigt. Für mich ist dies ein rundum gelungener Ratgeber, den ich nochmals zur Hand nehmen werde. Unpassend finde ich das letzte Kapitel, das der Verlag nachträglich drangehängt hat, es durchbricht den Stil und hat nichts in dem Buch zu suchen.
Unbedingt lesen !!!!! - Also ich muss sagen,dass dieses Buch ein absolutes Muß ist, denn jeder der ernsthaft vorhat selbst zu schreiben, sollte diesen Ratgeber zuerst lesen.In diesem Ratgeber geht es nicht darum, wie man ein Manuskript verfasst (Aufbau,Stil u.s.w.), es geht zuerst einmal darum, festzustellen, will ich wirklich schreiben, oder ist es nur ein Traum, den ich nie verwirklichen werde.Es ist ein wahrhaftes Meisterwerk, es erklärt einem woran man erkennt, ob man wirklich schreiben will. Dazu gibt es Übungen, die man zwar mit einem lächeln nachmachen sollte, aber dennoch erst nehmen muss.Diese Übungen sind schwerer als man denkt, versuche mal zu beschreiben, wie du dir die Haare kämmst - es ist schwerer als man denkt, damit hat Frau Brande recht.Ich kann nur sagen, dass dieser Ratgeber einem die Augen öffnet, bezüglich des Schreibens. Einziger Kritikpunkt, dennoch gibt es fünf Sterne, selbst wenn man dieses Buch gelesen hat, und man jetzt weis, ob man wirklich schreiben will, sollte man dennoch immer sich selbst treu bleiben. Auch ich hatte, nachdem ich es gelesen hatte, gründlich darüber nachgedacht, ob ich es ernsthaft schaffe, ein Schriftstellerleben führen zu können - was ja Ziel dieses Ratgeber ist, denke darüber nach,mache die Übungen und dann wirst du es sehen -Mein Rat - auch wenn einige Übungen schief gehen, nicht aufgeben, denn wenn man in anderen Ratgebern nachliest, ist es eben nicht ganz so wichtig immer zur selben Zeit zu schreiben.Ich glaube das Patenrezept gibt es eh nicht, dennoch ist diese Buch ein absolutes muß, für alle, die es ernsthaft vorhaben :)
tooth and fang - Dieses Buch ist für mich der mit großem Abstand beste, hilfreichste und amüsanteste Ratgeber, den ich mir zu Gemüte geführt habe. Ich schmunzelte über ihre Beobachtung, dass Mitstreiter in einem Schreibworkshop oft mit Zähnen und Klauen über die schüchtern präsentierten Werke anderer herfallen: Oh ja, das hab ich öfters festgestellt: Von Fragen wie Warum schreibst Du sowas? bis Hast Du das wirklich erlebt (immer Frauen) bis hin zu: Grundlegend schlecht, oberflächlich und und und. Und das andere Phänomen ist genauso häufig: In Gruppen, die sich schon länger kennen, gibt es immer zwischen einigen das Spiel: Findst du meins gut, find ich deins gut... auch nicht hilfreich.Insgesamt fünf dicke Sterne für Dorothea Brande von mir. Mehr gibts ja nicht..